Datenquelle EZBStand 21.08.2026Währungen 14Basis EUR

Währungsaufschlag prüfen: den eigenen Umrechnungskurs gegen den Referenzkurs der EZB stellen

Bei einer Zahlung in Fremdwährung steht der Aufschlag nicht in der Gebührenzeile, sondern im Kurs. Dieses Feld rechnet ihn aus dem Betrag heraus, der tatsächlich belastet wurde.

Eigene Abrechnung prüfen

Aufschlag gegen den Referenzkurs prüfen

Zwei Zahlen aus der Abrechnung genügen: der belastete Euro-Betrag und der Betrag in der Fremdwährung. Grundlage ist die Veröffentlichung vom 21.08.2026.

Aufschlag--
Ihr Umrechnungskurs--
Referenzkurs1 EUR = 1,1699 USD
Differenz auf den Betrag--

Der schraffierte Bereich zeigt die Spanne, die Anbieter in ihren Bedingungen üblicherweise nennen. Ein Wert darüber deutet auf eine zweite Umrechnung hin.

Ein Währungsaufschlag ist der Unterschied zwischen dem Kurs, zu dem ein Zahlungsdienst umgerechnet hat, und dem Kurs, der an diesem Tag als Bezugswert gilt. Er ist nirgends als Gebühr ausgewiesen und trotzdem der grösste Einzelposten bei vielen Auslandszahlungen. Wer wissen will, wie hoch er war, braucht genau zwei Zahlen aus der eigenen Abrechnung: den belasteten Betrag in Euro und den Betrag in der Fremdwährung.

Der Rechenweg

Eigener Kurs = Betrag in Fremdwährung geteilt durch belasteten Euro-Betrag. Aufschlag = Referenzkurs geteilt durch eigenen Kurs, minus eins. Das Feld oben macht genau diese zwei Schritte, es ist also auch mit einem Taschenrechner nachvollziehbar.

Fuenf Zahlungsmittel in einer Reihe auf dunklem Grund
Bei jedem dieser Wege kann eine Umrechnung dazwischenliegen. Sichtbar ist sie in keiner Gebührenzeile.

Der Euro-Referenzkurs als Mass zum Prüfen

Die Europäische Zentralbank stellt an jedem Handelstag Referenzkurse für den Euro fest und veröffentlicht sie am Nachmittag. Diese Kurse sind kein Angebot: man kann zu ihnen nicht kaufen, und kein Zahlungsdienst rechnet zu ihnen ab. Ihr Wert liegt in etwas anderem: sie werden unabhängig von einzelnen Anbietern ermittelt und sind für jeden nachprüfbar. Damit sind sie das Mass, gegen das sich ein Aufschlag überhaupt beurteilen lässt.

Euro-Referenzkurse der EZB vom 21.08.2026
NrWährungCode1 EUR entspricht1 Einheit in EUR
01US-DollarUSDUSD1,16990,8548
02Britisches PfundGBPGBP0,85671,1673
03Schweizer FrankenCHFCHF0,93531,0692
04Schwedische KroneSEKSEK11,06250,0904
05Norwegische KroneNOKNOK10,86750,0920
06Dänische KroneDKKDKK7,47580,1338
07Polnischer ZlotyPLNPLN4,30780,2321
08Tschechische KroneCZKCZK24,11600,0415
09Ungarischer ForintHUFHUF362,78000,0028
10Rumänischer LeuRONRON5,25630,1902
11Türkische LiraTRYTRY56,23180,0178
12Kanadischer DollarCADCAD1,60740,6221
13Australischer DollarAUDAUD1,63210,6127
14Japanischer YenJPYJPY185,66000,0054
LesartSpalte 4: Fremdwährung je EuroSpalte 5: Euro je Einheit, das ist der Kehrwert

Die Tabelle zeigt den Stand der Veröffentlichung, aus der diese Seite gebaut wurde. Für die Prüfung einer eigenen Abrechnung ist der Kurs des Buchungstages heranzuziehen und nicht der heutige, weil sich Kurse täglich ändern. Für die Grössenordnung genügt der aktuelle Wert allerdings meist, denn die Tagesschwankung liegt deutlich unter dem, was ein Aufschlag ausmacht. Der eigene Umrechnungskurs weicht in der Praxis stärker ab als zwei aufeinanderfolgende Referenztage.

Währungsaufschlag: wie hoch er üblicherweise ausfällt

Ein Währungsaufschlag in dieser Grössenordnung ist die Regel, nicht die Ausnahme. Die Angaben der Anbieter bewegen sich bei Karten- und E-Wallet-Zahlungen üblicherweise im Bereich von etwa einem bis vier Prozent gegenüber dem Referenzkurs. Der genaue Wert steht in den Bedingungen des jeweiligen Dienstes, und dort steht auch, ob er als Prozentsatz auf den Kurs oder als getrennte Gebühr erhoben wird. Beide Varianten kommen vor, und nur die zweite ist in einer Abrechnung als Posten zu sehen.

Fällt der berechnete Wert deutlich höher aus, liegt in den meisten Fällen eine zweite Umrechnung dazwischen. Das passiert, wenn an der Kasse angeboten wird, statt in der Landeswährung gleich in Euro zu zahlen. Dann rechnet nicht der eigene Zahlungsdienst um, sondern der Händler oder dessen Dienstleister, und der eigene Dienst rechnet unter Umständen noch ein zweites Mal. Aus einem Aufschlag werden zwei.

Die Regel daraus

In der Währung des Empfängers zahlen und die Umrechnung dem eigenen Zahlungsdienst überlassen. Das ist in der Praxis der günstigere der beiden Wege, und es ist die einzige Entscheidung, die an der Kasse überhaupt getroffen werden kann.

Warum der Aufschlag in der Kasse nicht auftaucht

Eine Gebühr muss ausgewiesen werden, ein Kurs nicht. Solange ein Dienst umrechnet und dabei einen eigenen Kurs verwendet, entsteht kein Gebührenposten, sondern nur ein anderer Betrag. Formal ist das korrekt, praktisch führt es dazu, dass eine Zahlung als kostenlos erscheint, obwohl sie mehrere Prozent gekostet hat. Genau das ist der Grund, warum diese Seite existiert und warum der Vergleich zweier Kurse mehr aussagt als jede Gebührentabelle.

Dieselbe Mechanik greift bei Auszahlungen. Wird ein Guthaben in einer anderen Währung geführt und in Euro ausgezahlt, steckt der Aufschlag wieder im Kurs. Der belastbare Test ist derselbe wie überall in diesem Themenfeld: den angeforderten mit dem angekommenen Betrag vergleichen und die Differenz durch den Referenzkurs erklären. Was danach übrig bleibt, ist der Aufschlag.

Für die Praxis reicht eine kurze Reihenfolge. Zuerst die beiden Zahlen aus der Abrechnung heraussuchen, dann das Feld oben ausfüllen, dann den Wert gegen die Angabe in den Bedingungen des Dienstes halten. Weicht er deutlich ab, lohnt eine Rückfrage, denn dann ist meist die Währungswahl an der Kasse die Ursache und nicht der Dienst selbst.

Häufige Fragen

Wo steckt bei einer Zahlung in Fremdwährung der Aufschlag?

Im verwendeten Umrechnungskurs. Der Zahlungsdienst rechnet nicht zum Referenzkurs um, sondern zu einem eigenen Kurs, und die Differenz zwischen beiden ist der Aufschlag. Als Gebührenposten erscheint er nicht.

Deshalb ist eine Kasse, die keine Gebühr ausweist, bei einer Fremdwährungszahlung nicht kostenlos. Sichtbar wird der Betrag nur im Vergleich zweier Kurse.

Was ist der Euro-Referenzkurs der EZB?

Ein täglich veröffentlichter Kurs, den die Europäische Zentralbank gegen 16:00 Uhr für den Vortagshandel feststellt. Er ist kein Handelskurs, an dem man kaufen könnte, sondern ein Bezugswert.

Für die Frage, ob ein Aufschlag üblich oder hoch ist, ist er das gängige Mass, weil er unabhängig vom einzelnen Anbieter ermittelt wird.

Welcher Aufschlag ist normal?

Bei Karten- und E-Wallet-Zahlungen liegen die Angaben der Anbieter üblicherweise im Bereich von rund einem bis vier Prozent gegenüber dem Referenzkurs. Der genaue Wert steht in den jeweiligen Bedingungen.

Ein Wert deutlich darüber ist ein Hinweis darauf, dass zusätzlich eine eigene Umrechnung des Händlers dazwischenliegt.

Was bedeutet die Wahl der Währung an der Kasse?

Wird angeboten, in Euro statt in der Landeswährung zu zahlen, übernimmt der Händler oder sein Dienstleister die Umrechnung. Der Kurs dafür ist in vielen Fällen schlechter als der des eigenen Zahlungsdienstes.

Die Regel, die sich daraus ergibt, ist unspektakulär: in der Währung des Empfängers zahlen und die Umrechnung dem eigenen Zahlungsdienst überlassen.

Sind die Kurse auf dieser Seite aktuell?

Sie stammen aus der Veröffentlichung der Europäischen Zentralbank vom 21.08.2026 und werden mit jedem Neuaufbau dieser Seite übernommen. Das Datum steht über der Tabelle.

Für eine Prüfung der eigenen Abrechnung ist der Kurs des jeweiligen Buchungstages heranzuziehen, nicht der heutige.

Gilt der Aufschlag auch bei einer Kartenzahlung im Ausland?

Ja, und dort sind es häufig zwei Posten: der Umrechnungsaufschlag im Kurs und zusätzlich ein Auslandseinsatzentgelt, das als Gebühr ausgewiesen wird. Nur der zweite ist in der Abrechnung als Zeile zu sehen.

Für die Prüfung heisst das: erst den Kurs vergleichen, dann die ausgewiesene Gebühr dazurechnen. Beides zusammen ist der wirkliche Preis der Zahlung.

Warum ändert sich das Ergebnis, wenn ich einen anderen Tag nehme?

Weil der Referenzkurs täglich neu festgestellt wird. Für eine belastbare Prüfung ist der Kurs des Buchungstages heranzuziehen, nicht der heutige.

Die Tagesschwankung liegt bei den gängigen Währungen allerdings deutlich unter dem, was ein Aufschlag ausmacht. Für die Grössenordnung genügt der aktuelle Wert.

Was mache ich, wenn der Aufschlag ungewöhnlich hoch ist?

Zuerst prüfen, ob an der Kasse in Euro statt in der Landeswährung gezahlt wurde. Dann liegt eine zweite Umrechnung dazwischen, und der eigene Zahlungsdienst ist nicht die Ursache.

Bleibt der Wert unerklärt, lohnt eine Rückfrage beim Zahlungsdienst unter Angabe von Datum, Betrag und Währung. Der verwendete Kurs muss auf Nachfrage genannt werden können.

GrundlageEuro-Referenzkurse: Europäische Zentralbank, Veröffentlichung vom 21.08.2026. Die Kurse werden bei jedem Neuaufbau dieser Seite übernommen.Angaben zu Aufschlägen und Umrechnung: die veröffentlichten Bedingungen der jeweiligen Zahlungsdienste.